Gerstengras
Das wertvollste Blattgemüse

gerstengrasBis vor kurzem konnte man mit dem Begriff Gerstengras nicht allzu viel anfangen. Gerste, ok das ist ein Getreide -aber das Gras? Essen das nicht nur Kühe? Und wie sieht das mit dem Gluten im Getreide aus?
In unseren Breiten wurde Gerstengras tatsächlich lange hauptsächlich zur Tiermast verwendet. Man kannte praktisch nur das Endprodukt Gerste als Mehl oder als Brot.
Der japanische Wissenschaftlers Dr. Yoshihide Hagiwara machte jedoch vor einigen Jahrzehnten Studien über chloropyhllhältige Pflanzen. Die Ergebnisse seiner Forschungen wurden erst vor kurzem hierzulande bekannt – und damit löste das Gerstengras einen wahren Siegeszug und Boom in Europa und den USA aus: Dr. Hagiwara verglich und prüfte einige

Anbau und Wachstumsbedingungen

Mittlerweile wird Gerstengras in vielen Ländern gezielt angebaut. Die optimalsten Bedingungen herrschen in Neuseeland auf tiefgründigem, gut durchfeuchtetem Boden. In Ungarn, Polen, Australien, Deutschland, USA wird Gerstengras ebenfalls gepflanzt und kultiviert. Sogar in China wird aufgrund der stark wachsenden Nachfrage wegen der so gesunden Inhaltsstoffe der Anbau von Gerstengras in großem Stil betrieben. Wie jede Grünpflanze benötigt Gerstengras zum Wachstum viel Licht und genügend Wasser. Je besser die Bedingungen beim Anbau sind, desto höher ist die Qualität und Konzentration der Inhaltsstoffe. Man kann Gerstengras natürlich auch selbst anbauen. Dazu sollte man aber besonders genau darauf achten, dass Bodenbedingungen und Standort möglichst optimal sind. Nur so kann man die ganze Fülle und die optimale Konzentration der Inhaltsstoffe erzielen.

Was ist das Besondere an Gerstengras?

Viele Menschen leiden heutzutage unter Übersäuerung des Körpers. Nicht nur während einer Diät wird von Ernährungsexperten immer wieder empfohlen, den Körper zu „entsäuern“. Dazu werden unzählige Basen-Pulver und Basen-Tabletten angeboten, die meist nicht besonders gut schmecken. Gerstengras ist ein hoch basisches Lebensmittel und kann dadurch diesem Problem entgegenwirken. In Gerstengras wurden bislang 20 verschiedene Enzyme nachgewiesen. Diese Eiweißmoleküle sind die Katalysatoren des menschlichen Stoffwechsels. Ohne sie könnten Vitamine & Co gar nicht erst verwertet werden. Enzyme sind nur in naturbelassenen Lebensmitteln vorhanden – beim Kochen oder Einfrieren werden sie zerstört. Wer also hauptsächlich gekochte Nahrung zu sich nimmt oder schnell im Vorbeigehen das Gemüse auftaut, ist schnell mit einem Enzymmangel gestraft. Gerstengras kann bei diesem Problem schnell Abhilfe schaffen. Die weiteren hochkonzentrierten Inhaltsstoffe wie Mineralstoffe, Aminosäuren und beinahe alle vom menschlichen Körper benötigten Vitamine sorgen dafür, dass Gerstengras als Nahrungsergänzung sehr viele Defizite beseitigen kann.

Eine weitere Besonderheit: Es wurde bisher nur im Gerstengras der krebshemmende Inhaltsstoff mit dem Namen Isovitexin entdeckt. Es handelt sich hierbei um ein Isoflavonoid, welches antioxidantisch wirkt. Auch das seltene Selen und das Enzym SOD sind Bestandteile von Gerstengras.
Ein besonders wichtiger Inhaltsstoff von Gerstengras ist das Chlorophyll. Durch Chlorophyll wird unter anderem die Blutzirkulation verbessert. Der aus der Pflanzenkunde bekannte Stoff ist ähnlich dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Bereits im Altertum wurde Chlorophyll zu Heilzwecken eingesetzt. Viele nennen Chlorophyll „Energie gewordenes Sonnenlicht“, weil Pflanzen es nur bei Sonnenlicht erzeugen. Es schützt auch vor schlechtem Atem. Die im Gerstengras enthaltenen Bitterstoffe unterstützen die Bauchspeicheldrüse und fördern die Gallenfunktion.

gersteWissenschaftlichen Studien zufolge lindert Gerstengras auch die Symptome einer chronischen Darmkrankheit namens Colitis Ulcerosa. Dabei handelt es sich um eine chronische Entzündung der Darmschleimhaut. Patienten, die Gerstengrad zu sich nahmen, klagten deutlich weniger über die krankheitstypischen Beschwerden.
Gerstengras enthält außerdem die Hormone Serotonin und Tryptophan, die ja glücklich machen sollen, d.h. sie steigern das Wohlbefinden.

Um eine Vorstellung zu erhalten, warum Gerstengras sich so sehr von anderen Nahrungsmitteln unterscheidet, ein Beispiel: Gerstengras enthält doppelt so viel Calcium wie Kuhmilch und 5 mal so viel Eisen wie Spinat. Es hat 7 mal mehr Vitamin C als Orangen und 4 mal so viel Vitamin B1 wie Vollkornbrot.

Wirkung und Nutzen

Einige Wirkungen von Gerstengras im Überblick:

  • aktiviert die Selbstheilungskräfte
  • gleicht den Säure-Basen-Haushalt aus
  • ist eine regelrechte Vitaminbombe
  • regeneriert die Darmflora
  • entgiftet den Körper
  • senkt den Cholesterinspiegel
  • versorgt den Körper mit zahlreichen Mineralstoffen
  • fördert die Fließfähigkeit des Blutes
gerstengras_kapseln_pulver_banner_01Der Nutzen von Gerstengras in der modernen Ernährung liegt daher auf der Hand. Durch Überdüngung und Massenanbau sind die Böden meist nährstoffarm und ausgelaugt. Dies hat die Folge, dass auch die Nahrungsmittel nährstoffärmer geworden sind. Gerstengras kann durch seine geballte Konzentration an Vitaminen und Mineralien solche Mängel ausgleichen. Die konzentrierte Vielfalt der enthaltenden Inhaltsstoffe macht das Gerstengras beinahe zu einem Allroundgenie als Nahrungsergänzungsmittel. Es ist also kein Wunder, dass man von dem wertvollsten Lebensmittel spricht, wobei die Forschungen noch lange nicht abgeschlossen sind.

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