Das Nährstoffwunder Gerstengras ist in letzter Zeit in aller Munde. Man muss jedoch gar nicht auf die vielen Angebote an Gerstengrasprodukten eingehen – man kann auch ganz einfach bei sich zu Hause Gerstengras selber ziehen.

Die Grundlagen

Bereits beim Kauf der Gerstengrassamen soll man darauf achten, ein hochwertiges Grundmaterial zu erwerben. Es gibt spezielle Keimsaat, die nicht nur einen höheren Nährwert liefert als normale Gerste, sondern auch für Schimmelbildung weniger anfällig ist. Diese hochwertigen Samen stammen natürlich aus biologischer Landwirtschaft.

Schritt für Schritt zum Supergras

gerstengras anbauen

Schritt 1:

Die Samen über Nacht in lauwarmes Wasser legen, dadurch können sie ordentlich quellen und so bereit werden für das Einsetzen.

Schritt 2:

Die weichen Gerstengrassamen werden nun in einem Pflanzgefäß mit feuchter Erde gleichmäßig verteilt. Sie dürfen nicht übereinander liegen, da dies das Austreiben behindert. Vorsichtig gießen, damit die Erde gleichmäßig feucht bleibt. Sie soll aber kein Miniaturmoor werden, also Übertreibungen meiden.

Schritt 3:

Nach 3 Tagen haben sich die ersten Sprossen gebildet. Diese kann man bereits ernten und zu Salaten, Suppen oder Gemüse hinzufügen

Schritt 4:

Will man richtiges Gerstengras anbauen, muss man weitere 10 bis 14 Tage Geduld haben. In dieser Zeit ist weiter auf die gleichmäßige Feuchtigkeit der Erde zu achten und dass das Gefäß an einem hellen Platz steht. Durch das Sonnenlicht wird ja das wertvolle Chlorophyll im Gerstengras gebildet.

Schritt 5:

Nun ist das Gerstengras 10 – 15 cm hoch gewachsen und kann „gemäht“ werden. Egal wie man es nun verwendet, ob getrocknet als Pulver oder einen Saft mixt – Gerstengras selber ziehen schmeckt auf jeden Fall besser – schließlich hat man ja auch seine eigene Energie hineingesteckt.

Die bequeme Methode

Wer es ganz bequem und risikofrei mag, der kann sich auch einen speziellen Keimautomaten anschaffen. Gerstengras anbauen kinderleicht gemacht – dieses Gerät übernimmt sogar die automatische Bewässerung. Das Gerstengras entwickelt sich mit diesem Helfer sogar noch ein paar Tage schneller – so kann man hier schon in 7 bis 10 Tagen lange Halme ernten.

Fazit

Man muss keinen grünen Daumen besitzen, um Gerstengras anbauen zu können. Auch mit normaler Futtergerste aus dem Landhausmarkt wird nach obiger Methode Gras sprießen. Um eine wirklich gutes und nährstoffreiches Gerstengras ziehen zu können, sollte die Qualität der Samen aber doch nicht außer Acht gelassen werden.