magnesium schwangerschaftBesonders während einer Schwangerschaft ist die ausreichende Versorgung des Körpers mit Magnesium besonders wichtig. Es kommt zu einer Stoffwechselveränderung, bei der 25 % mehr Magnesium über die Nieren ausgeschieden wird. Zusätzlich steigt durch das Wachstum des Embryos der grundsätzliche Magnesiumbedarf der werdenden Mutter. Wird dies ausreichend berücksichtigt, kann Schwangerschaft und Geburt erleichtern und Komplikationen verhindern.
 
 
 

Magnesium in Nahrungsmitteln

Der bekannte Griff zur Schokolade kann bei Schwangeren durchaus den Grund haben, dass der Körper bereits nach Magnesium verlangt. Denn Schokolade enthält sehr viel davon – je nach Sorte bis 300 mg/100g.
Auch Kürbiskerne, Nüsse, Vollkornprodukte und Milch sind gute Magnesiumspender. Spinat und grünes Gemüse sind ohnehin als Nährstoffbomben bekannt. Im Normalfall wird die werdende Mutter aber ohnehin bewusst auf ihre Ernährung achten.
Ab der zweiten Hälfte der Schwangerschaft kann der Magnesiumbedarf meist nicht mehr allein durch die Nahrung gedeckt werden und es muss auf Zusatzpräparate gegriffen werden. Der Bedarf steigt von normal 310 – 320 mg/Tag auf 340 – 400 mg/Tag. Am besten Sie sprechen darüber mit Ihrem behandelnden Arzt.

Zu wenig Magnesium – Folgen für das Baby

Liegt ein Mangel an Magnesium vor, werden das Wachstum der Knochen und die Entwicklung des Ungeborenen gestört. Es kann zu Bauchkrämpfen und verfrühten Wehen kommen. Da Magnesium zu 60 % in den Knochen gelagert wird und die Freigabe bei Bedarf nur sehr langsam erfolgt, kann ein akuter Mangel nicht schnell genug ausgeglichen werden. Die logische Folge ist, dass zu wenig Magnesium Schwangerschaft und das werdende Kind tatsächlich gefährdet. Wenn die werdende Mutter an Mangelerscheinungen leidet, betrifft das naturgemäß auch den Embryo. Auch nervlich und psychisch wirkt sich nämlich zu wenig Magnesium in der Schwangerschaft aus. Kribbeln in den Beinen, Reizbarkeit und depressive Verstimmungen können auftreten und werden oft gar nicht mit dem eigentlichen Mangel in Verbindung gebracht. Zu leichtfertig wird von „normalen Schwangerschaftsproblemen“ gesprochen, ohne der Sache richtig auf den Grund zu gehen.

Optimale Versorgung nimmt die Sorgen

Man sieht also wie positiv Magnesium Schwangerschaft und Geburt beeinflussen kann. Eine regelmäßige Kontrolle der Blutwerte kann also zu wenig Magnesium in der Schwangerschaft gut vorbeugen. Nicht unerwähnt darf aber bleiben, dass – wie meistens im Leben – eine Übertreibung des „Guten“ natürlich auch schlimme Folgen hat: Eine Magnesium Überdosierung schädigt nämlich werdende Kind ebenfalls. Man sollte also keinesfalls aus „Goodwill“ wahllos Magnesium in sich hineinstopfen.
Ein vernünftiger Umgang mit Blick auf die optimale Versorgung mit Magnesium in der Schwangerschaft macht aber vieles leichter und das Mutterglück perfekt.