Der Yamswurzel werden viele gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben. Eine davon ist, dass die Yamswurzel Verdauung und Magen-Darm-Trakt positiv beeinflusst. In zahlreichen Berichten und Werbungen wird von der krampflösenden Eigenschaft der Knolle gesprochen. Kann man sich aber wirklich darauf verlassen, oder versetzt hier eher der Glaube Berge?

Gut Yamswurzel gekaut ist halb verdaut

Nach einem Interview mit Ralf Rößner (Anbauexperte der Pflanze), soll die Yamswurzel bereits im Mund und während des Kauens wirken und nicht erst wie normale Nahrung im Magen. So soll die Yamswurzel Verdauung und entspannte Verwertung des Essens von Anfang an positiv beeinflussen. Er begründet dies mit der etwas esoterisch angehauchten Behauptung, dass die Wurzel „Lichtäther“ aus der Nahrung trennt. Aber nur, weil etwas utopisch klingt, muss es nicht unbedingt falsch sein.

Erfahrungen können auch aussagekräftig sein

Viele Erfahrungsberichte sprechen tatsächlich von einer Krampflösung und Hilfe bei Magenproblemen. Auch der Einsatz der Yamswurzel bei Urvölkern gegen Krämpfe und Magen-Darm-Krankheiten spricht dafür, dass die Yamswurzel Verdauung und Verwertung der Nahrung tatsächlich positiv beeinflusst. Die ersten Siedler in Amerika verwendeten sie zur Linderung von Koliken und auch die moderne Naturheilkunde empfiehlt die unterirdische Pflanze bei Dickdarmentzündung und Reizdarmschwäche.

Probieren geht über studieren

yamswurzel verdauungUm sich Gewissheit darüber zu verschaffen, ob die Yamswurzel Verdauung mit möglichen Problemen verbessert, wird man wohl die Wirkung im Bedarfsfall selbst probieren müssen. Dies sollte man natürlich besser bei leichten Magenproblemen tun und nicht erst bei schweren Koliken. Ziemlich risikolos kann zum Beispiel ein Tee aus Yamswurzel probiert werden, denn dieser wird traditionell in China bei Krämpfen zur Linderung eingesetzt. Wie dies oft bei Naturmitteln der Fall ist, wirken sie nicht bei jedem Menschen gleich. Man kann aber davon ausgehen, dass etwas Wahres dran sein muss, wenn die Superwurzel über Jahrhunderte unter anderem genau zu diesem Zweck eingesetzt wurde.

Studien gehen weiter

Nachdem die Knolle noch nicht lange in unseren Breiten erforscht wird, dringen die Informationen über Wirkung und Nutzen nur langsam von China und Amerika nach Europa. Die Studien der tollen Knolle gehen intensiv weiter und es kommen immer neue Informationen zutage. Genauso werden in nächster Zeit sicher auch Untersuchungsergebnisse vorliegen, ob die Yamswurzel die Verdauung – und alles, was damit zusammenhängt – wirklich fördert. Bislang liegt jedenfalls nur eine Studie der Taipei Medical University in Taiwan vor, die der Yamswurzel neben anderen positiven Effekten eine krampflösende Wirkung bescheinigt.

Fakt ist, die Yamswurzel ist ein erstaunliches Powerfood. Bis die wissenschaftliche Bestätigung für eine krampflösende Wirkung vorliegt, kann jedoch noch etwas dauern.